Estateguru: Meine Erfahrungen mit Immobilien-P2P-Krediten

Eigentlich gibt es über Estateguru aus meiner eigenen Investorensicht derzeit nicht viel zu schreiben. Mein Anlagekonto läuft jetzt seit gut 2 Jahren und wie im letzten Anleger Review geschrieben, habe ich mein Investment ab 5000 Euro gekappt. Das ist auch immer noch der Fall und alle Überschüsse aus den P2P Krediten werden auf mein Konto zurückgezahlt und auf andere Plattformen wie z.B. Mintos verteilt. Dazu später mehr.

Der Grund, warum es heute einen Artikel über die P2P Plattform aus Estland gibt, ist ein Stresstest der Plattform, der mir im Vorfeld zugespielt wurde. Zudem möchte ich einmal mit euch und der deutschen Ansprechpartnerin auf meine aktuellen Ausfälle schauen. Viel Spaß mit dem heutigen Beitrag und beim investieren! Übrigens gibt es am Ende heute wieder einen ziemlich coolen Deal für Bestands- und Neuinvestoren. Und wie immer gibt es auch ein Video.

Estateguru Ausfälle – Quantität statt Qualität?

Was ich im Zuge der Estateguru Ausfälle immer wieder höre, ist die Aussage: “die wachsen so schnell, die können nicht mehr auf die Qualität achten.” Aber ist das wirklich so? Natürlich kann ich das in letzter Instanz als privater Anleger nicht beurteilen. Seit ich investiert bin, sehe ich logischerweise auch, dass es einige Kreditnehmer gibt, die scheinbar Probleme mit ihren Krediten haben. Dennoch war uns allen klar, dass es mit steigender Anzahl der Immobilienprojekte irgendwann auch Ausfälle geben wird.

Man darf übrigens auch nicht vergessen, dass Estateguru hiermit einen Erfahrungsvorteil gegenüber anderen Plattformen erreicht. Natürlich sind Ausfälle blöd, aber man weiß hier inzwischen, was man tun muss, während andere Plattformen erst noch auf ihre Erfahrungen warten. Das hat z.B. die lettische Crowdfunding Plattform Crowdestor ganz klar bei meinem Besuch zugegeben und so wird es auch bei anderen sein.

Aber das allerwichtigste bei der ganzen Sache, ist doch die Frage: “Gab es einen Kapitalverlust?” Und die Antwort ist nach wie vor klar “nein”! Natürlich wird auch das irgendwann mal der Fall sein, aber bisher macht das Team aus Estland hier scheinbar einen super Job.

Und selbst wenn es jetzt mal einen klaren Ausfall geben würde, ist das durch meine Zinsauszahlungen schon lange abgedeckt. UND dann wird es auch wichtig, ob ihr erstrangig oder zweitrangig investiert seid. Wobei zweitrangig auch nicht bedeutet, dass ihr euer Geld nicht wiederseht. Ihr habt halt nur keine erste Priorität mehr. Wie du aber an meinem Konto sehen kannst, betrifft das nur einen sehr kleinen Teil meines Invest.

EstateGuru Zinsen

Bisher habe ich umgerechnet insgesamt 116.27 Euro an Zinsen von Estateguru erhalten. Investiert sind momentan insgesamt 2’150 Euro. Hört sich erstmal nach wenig an, aber zu bemerken ist, dass natürlich am Anfang mit 1’000 Euro gestartet worden ist und ich mit der Zeit immer mehr eingezahlt habe. Laut EstateGuru komme ich auf ungefähr 12% Jahresrendite. Was sich ungefähr bestätigt mit meinen aktuellen Zinszahlung die moantlich steigen, wenn ich das hochrechne. Ich habe etwa pro Quartal rund 250€ bei EstateGuru hinzugefügt.

EstateGuru Kreditausfall

Ich hatte in Vergangenheit bereits mehrere Kreditausfälle, bie dennen ich bisher jeweils mindestens das Principal (das Einstiegsinvestment) zurückerhalten habe, teilweise sogar noch einen Teil der Zinsen. Momentan sind 2 der 43 Kredite in die ich investiert bin „In Default“.

EstateGuru Kreditübersicht Sparkojote

EstateGuru 2020 – Wie geht es weiter?

Im Jahr 2020 will ich natürlich weiterhin in P2P-Kredite investieren und mein Portfolio weiter ausbauen. Der Plan ist es weiterhin unter der 5% Nettovermögensgrenze zu bleiben, Ziel ist es aber dennoch die Plattform EstateGuru auf 5’000 Euro zu pushen. Somit muss ich im Schnitt rund 250 Euro pro Monat investieren, um dieses Ziel zu erreichen. Natürlich sind das nicht die einzigen P2P-Investments die ich 2020 tätigen werde, zu den anderen Plattformen werde ich im Laufe des Dezembers weitere Updates liefern.

Schreibe einen Kommentar